Behandlungen einer Depression

bekämpfen oder Integration

Behandlung von Depression: Psychotherapie als bewährter Weg

Depression kann je nach Schweregrad unterschiedlich behandelt werden. Leichte bis mittelschwere Depressionen können in der Regel gut psychotherapeutisch behandelt werden. Dafür müssen die Symptome wie gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Antriebslosigkeit und Schlafstörungen über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen vorhanden sein. Bei schweren Depressionen mit zusätzlichen Symptomen wie Suizidgedanken, starker Gewichtsveränderung oder extreme Hoffnungslosigkeit ist oft eine ärztliche oder sogar stationäre Behandlung erforderlich.

Klassisch:
In der klassischen Psychotherapie bei Depression geht es darum, die zugrunde liegenden Ursachen und Auslöser der Erkrankung zu verstehen und gemeinsam mit dem Therapeuten Wege zu finden, damit umzugehen. Oft spielen hier unbewältigte Lebensereignisse, belastende Beziehungsmuster oder negative Denkmuster eine wichtige Rolle. Der Fokus liegt dabei auf der Symptombekämpfung und der Bekämpfung der Depression selbst. Durch den Austausch in der Therapie, das Erlernen neuer Bewältigungsstrategien und eine Veränderung der Perspektive können Betroffene lernen, besser mit ihrer Depression umzugehen.

Neue Wege:
Neben der klassischen Gesprächspsychotherapie gibt es auch neue nachweislich wirksame psychotherapeutische Ansätze, die sich bei der Behandlung von Depression als effektiv erwiesen haben. Dazu gehört beispielsweise die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). Hier geht es darum, die eigenen Gedanken und Gefühle zu akzeptieren, statt sie zu verdrängen oder zu bekämpfen. Gleichzeitig werden Werte und Ziele erarbeitet, an denen man sich ausrichten kann. Das hilft, trotz der Belastung durch die Depression einen sinnvollen Weg zu finden. Im Fokus steht hier die Integration der Depression und ihrer Symptome in das Leben.

Auch die systemische Therapie kann bei Depressionen hilfreich sein. Hierbei wird der gesamte Lebenskontext des Patienten in den Blick genommen – also Beziehungen, familiäre Strukturen und soziale Einflüsse. Oft tragen solche Faktoren dazu bei, dass eine Depression entsteht und aufrechterhalten wird. Indem man diese Zusammenhänge versteht und verändert, kann man die Situation spürbar verbessern. Auch hier liegt der Fokus auf der Integration der Depression in das Gesamtsystem.

Fazit:
Egal für welchen Therapieansatz man sich entscheidet, Offenheit, Vertrauen und eine gute Beziehung zum Therapeuten sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg. Auch die eigene Motivation und Bereitschaft zur Veränderung spielen eine entscheidende Rolle. Mit der richtigen Unterstützung können Betroffene lernen, selbstwirksam mit ihrer Depression umzugehen und wieder mehr Lebensqualität zu erlangen.